Traditionelle Kostüme vs. Walt Disney

Faschingsball im Familienzentrum der Nachbarschaftshilfe Unterschleißheim e.V. restlos ausverkauft

„Und jetzt alle Feuerwehrmänner in die Mitte“, ruft die als Clown verkleidete Animateurin Berit Aichberger den Kindern beim Kinderfasching des Familienzentrums am Freitag, den 27.01.2017 zu. Der dreijährige Philipp Schweiberger tritt als einziger mutig hervor und beginnt fröhlich zu tanzen. Ausgestattet mit Helm und Gartenschlauch ist er bereit für seinen ersten Feueralarm. Kostüme, die klassische Berufsbilder zeigen, wie Polizist, Bäcker oder Brandwache, sind selten geworden. Blickt man in die lustige Runde der Verkleideten, sind neben den nie aussterbenden Indianern und Cowboys vor allem Anna und Elsas oder Schneemann Olaf zu finden – die Hauptfiguren aus Walt Disneys Computeranimationsfilm „Die Eiskönigin“. Obwohl der Film bereits vier Jahre alt ist, scheint der Trend zu blauen Prinzessinnenkleidern noch nicht abzureißen.

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Andrea Schweiberger (34) mit Sohn Philipp (3) und Tochter Sina (1) beim Faschingsball des Familienzentrums der Nachbarschaftshilfe Unterschleißheim.

Hawaii-Mädchen Andrea Schweiberger ist die Mutter des kleinen Feuerwehrmanns und das erste Mal auf dem Faschingsball des Familienzentrums. Das Kostüm durfte sich der Dreijährige selber aussuchen und ein bisschen war Andrea froh, dass es kein Schneemann geworden ist. „Die traditionellen Kostüme finde ich doch etwas besser. Meiner einjährigen Tochter Sina habe ich ein Marienkäferkostüm angezogen. Der Umhang lässt sich praktisch und schnell überziehen. Sie hätte ohnehin nicht so viel Geduld beim Herrichten eines umfangreicheren Kostüms aufgebracht“, lacht sie. Ihre beiden Kinder sind von den vielen verschiedenen Eindrücken überwältigt. „Zu Anfang waren sie etwas zurückhaltend. Haben sich erstmal nur umgesehen und ihr kunterbuntes Umfeld still beobachtet.“ Fasching ist der Inbegriff von Fröhlichkeit und guter Laune  - für die Kleinen ist es aber auch eine emotionale Herausforderung. Das Familienzentrum ist sich dessen bewusst und versucht jedes Jahr mit einem altersgerechten Programm sensibel auf die unterschiedlichen Empfindungen der Kinder einzugehen. Clown Berit hat sich nur eine Perücke aufgesetzt, ihr Gesicht ist nicht geschminkt - da fällt es den Kinder leichter, Kontakt zu ihr aufzunehmen. Besonders lustig fanden alle Teilnehmer, ob groß oder klein, die von ihr inszenierte Schneeballschlacht mit zerknülltem Zeitungspapier.

90 Karten sofort ausverkauft

Ein Faschingsball mit einem angemessenen Angebot für die ganz Kleinen ist selten. Deshalb waren die 90 Karten am ersten Verkaufstag nach wenigen Stunden restlos ausverkauft. „Das hatten wir so auch noch nie“, staunt Dörte Schack-Steffenhagen, Geschäftsführerin der NBH und Leiterin des Familienzentrums. „Das hat unser Team natürlich umso mehr motiviert für alle einen unvergesslichen Nachmittag zu gestalten. Im Vorfeld wurde mit viel Liebe gebacken, dekoriert und nach ausgefallenen Kostümen gesucht.“

Hawai-Mädchen Andrea freute sich auch über die Vorführung des Kinder-UFC, da sie als Kind selbst acht Jahre lang Mitglied des Unterschleißheimer Faschingsclubs war. Ihre Kinder begeisterten die vielen Lollys – im Zuge der Darstellung des Lohofer Volksfestes durften diese natürlich nicht fehlen. Zum Glück hatten sich alle bereits vorher mit den vom Familienzentrum selbstgebackenen schokoglasierten Muffins und Kuchen satt gegessen. 

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Ehrenamtliche Mitarbeiterin des Familienzentrums Berit Aichberger mit bunten Ringelsocken in ihrem Element: Als Clown animierte sie die Kinder und Eltern zu lustigen Faschingsspielen, wie Zeitungstanz, Schneeballschlacht oder Wettlauf.

     
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